www.leistenkrokodil.de

                                Donnerstag, 10. Oktober 2019

von Steffen Pichler

Die folgende Dokumentation beruht auf realen Begegnungen mit dem größten existierenden Reptil der Erde, dem Leistenkrokodil (Crocodylus porosus), auch Salzwasserkrokodil genannt. Alle Fotografien und Erfahrungen sind während insgesamt anderthalb Jahren des Aufenthaltes mit einem Seekajak an der menschenleeren Nordostküste Australiens nördlich von Cooktown entstanden. Die Bilder zeigen ausschließlich freie Exemplare direkt an der Küste. Sie befanden sich weder in Gefangenschaft noch waren sie durch Anfütterung manipuliert.

Salzwasserkrokodil Blick in Richtung Kamera

Solche Aufnahmen  von unbeeinflussten Salzwasserkrokodilen direkt am oder im Meer sind selten, weil diese Tiere dort äußerst aufmerksam und vorsichtig sind. Nur alleine und ohne Motorisierung kann man sie authentisch beobachten, weswegen es wahrscheinlich nirgendwo sonst eine so lange Serie an entsprechenden Bildern gibt wie auf dieser Webseite. Und nur auf diese Weise kann auch das echte Wesen der größten Reptilien des Planeten erkannt werden, während Beobachtungen und Bilder von eingesperrten und manipulierten Krokodilen in dieser Hinsicht nicht nur wertlos, sondern irreführend sind. Auf den allermeisten im Internet kursierenden Fotografien dieser Tiere sind solche zu sehen, die in Krokodilfarmen gefangen waren oder die zur Erlangung der Bilder, zumeist in Flüssen, gezielt angelockt wurden.

Der Zweck dieser Dokumentation liegt aber nicht im Zeigen von Fotografien oder in allgemeinen Beschreibungen einer interessanten Tierart. Sondern es geht um die Vermittlung von grundlegenden Naturgesetzen, die von den zivilisatorischen Wissenschaften weitgehend übersehen oder ignoriert wurden, obwohl ihre Erforschung sehr viel wichtiger gewesen wäre, als etwa jene der Gravitation oder auch der Lichtgeschwindigkeit.

Nahaufnahme Krokodilkopf am Stand

Wegen einer besonders umfänglichen und auch erfolgreichen evolutionären Anpassung an diese Naturgesetze lässt sich das Salzwasserkrokodil so gut wie wohl kein anderes Lebewesen zur praktischen Beobachtung ihrer realen Wirkungen und zur zügigen Nachweisführung heranziehen. Um dieser Behauptung eine verständliche Basis zu geben, stelle ich nun zunächst vier Annahmen in den Raum. Über deren  Verlinkung sind konkrete Beweisführungen erreichbar, die mit Fotografien, Ergebnissen empirischer Studien sowie der Schilderung eigener Beobachtungen einhergehen.

Salzwasserkrokodil Kopf im Wasser

Vier konkrete Annahmen als Grundlage zur Nachweisführung der unbeschriebenen Zusammenhänge 

Es empfiehlt sich, jetzt zunächst die folgenden vier Aussagen selbst sowie anschließend noch die unten stehenden weiteren Erläuterungen genau durchzulesen. Dabei sollte alles wörtlich genommen und nicht vorschnell geurteilt werden, etwa, dass die Behauptungen doch wohl schon ob ihrer bloßen Tragweite nicht stimmig sein könnten. Wenn solches zuträfe, die Behauptungen also unsinnig oder unhaltbar wären, so würde sich dies an den Details der Nachweisführungen schnell erkennen lassen. Das wird aber nicht passieren, weil alle Informationen gründlich und solide zusammengestellt sind. Hier also die vier Annahmen:  

1. Das Leistenkrokodil ist in seinem Lebensraum der Übergangszone zwischen Land und Wasser sowohl hinsichtlich der physischen Stärke als auch der maximalen Größe der potenziellen Beuteorganismen die absolute Spitze der ökologischen Nahrungspyramide.

2. Im Sinne der Lebensform halten das Leistenkrokodil und ähnliche Verwandte die Position an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide im Lebensraum des Überganges von Land und Wasser seit so langer Zeit, wie es keinem anderen Organismus in annähernder Weise gelungen ist.

3. Es ließe sich keine Tierart an der Spitze der Nahrungspyramide am Übergang von Land und Wasser finden oder erdenken, die die relativ schwächeren Tiere ihres Lebensraumes weniger in deren freien Entfaltung stört oder sie sonstwie schädigt als das Leistenkrokodil.

4. Es ließe sich kein Organismus an dieser Spitze der Nahrungspyramide finden oder erdenken, der auch seinen potenziellen und seinen tatsächlich erlangten Beutetieren weniger Schaden zufügt und sie weniger in ihrer freien Entfaltung einschränkt als das Leistenkrokodil.

Nach der Bestätigung würde eine Symbiose erkennbar, die sich auf das gesamte Ökosystem erstreckt

Die Richtigkeit der vier Annahmen würde bedeuten, dass ausgerechnet die physisch stärkste und beständigste Tierart an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide die schwächeren Tiere ihres Lebensraumes so geringfügig wie nur irgend möglich stört oder schädigt. Die Nachweisführungen werden zeigen, dass sich dies auf vielerlei Merkmale der Anatomie und der Verhaltensmuster zurückführen lässt, welche sich in den evolutionären Prozessen herausgebildet haben. Dabei geht es um extreme Anpassungen hin zur Ruhe und Unauffälligkeit bis zur nicht mehr steigerbaren Schnelligkeit der Erbeutungsprozesse, wodurch bei den Beutetieren das geringstmögliche Leid entsteht. Und schließlich wird sich das ganze Phänomen als eine Symbiose erweisen, deren Wechselwirkungen zum gegenseitigen Vorteil und Nutzen zwischen dem Salzwasserkrokodil und dem gesamten umgebenden Ökosystem verlaufen.       

Es wird um eine Form der Symbiose gehen, deren Rahmen alles übertrifft, was bisher zu diesem Thema in den ökologischen Wissenschaften beschrieben wurde. Die meisten Beschreibungen zu Mutualismen und obligatorischen Symbiosen handeln nur von spezifischen Wechselwirkungen zwischen jeweils zweien oder einigen wenigen  Arten zum gegenseitigen Nutzen. Im kollektiven Weltbild der Menschheit sitzt sogar die vermeintliche Gewissheit fest, dass die Natur einem Chaos gleicht, in dem jene Organismen am erfolgreichsten bestehen, die sich – sowohl auf den evolutionären als auch den bestehenden Ebenen – möglichst “rücksichtslos” durchsetzen. Mit dem Beweis der vier Annahmen wäre dies widerlegt und sogar das Gegenteil erkennbar.

Leistenkrokodil mit aufgerissenem Maul vor Meeresbrandung

Eine solch umfassende Dimension der symbiotischen Wirkung könnte unmöglich zufällig entstanden sein. Sondern es müssten evolutionäre Anpassungen an grundlegende Gesetzmäßigkeiten der Natur stattgefunden haben, die wiederum sich definieren ließen. Wie unfassbar groß - und zugegebener Maßen zunächst auch unglaublich - die Tragweite dieses Zusammenhanges tatsächlich ist, wird sich später unter anderem daran zeigen, dass die behaupteten Wirkungen der Salzwasserkrokodile auf die sie umgebenden Lebensformen im rein mechanischen Sinne deckungsgleich sind mit jenen, für deren Ursachen sich in unseren Sprachen Begriffe wie "Rücksichtnahme" oder "Respekt" gebildet haben – und die wir Menschen uns ja gerne als exklusive geistige Produkte andichten.

Die Nachweisführung liefe gängigen und zentralen Konzepten der Religionen diametral zuwider

Die Erkenntnis über einen solchen Rahmen aus unbeschriebenen natürlichen Gesetzmäßigkeiten würde eine neue Blickrichtung eröffnen, welche in solch tiefe Ebenen des Gefüges der Welt führt, wie sie wohl kein Weltraumteleskop und keine der bisherigen naturwissenschaftlichen Disziplinen in diesem Sinne je erreicht haben. Auch würden viele der  “ethischen” Anteile gängiger Philosophien oder auch religiöser und  spiritueller Konzepte auf einem empirisch begründbaren Weg überholt. Es ergäbe sich also ein ganz neuer und erweiterbarer Ansatz des Wissens, welcher bis weit hinter die Grenzen der bisherigen Naturforschung führt. Und einer, der tatsächlich solche Bereiche berührt, die von vielen Menschen bisher wohl eher dem Begriff "Gott" zugeordnet würden. Dabei soll die letzte Aussage aber bitte nicht falsch verstanden werden. 

NASA-Aufnahme einer Weltraumgalaxie

Hier in dieser Dokumentation geht es nur um beobachtbare und empirisch beschreibbare Zusammenhänge, die auf definierbaren Mechanismen beruhen, so wie es etwa bei der Gravitation der Fall ist. Ob nun also das Leistenkrokodil zu so etwas wie einem empirischen “Gottesbeweis” taugen könnte, bliebe der Interpretation anderer überlassen. Anzumerken wäre aber, dass die Beweisführung die Falschheit solcher religiöser Konzepte gut aufzeigen würde, in denen sich der Mensch letztlich immer irgendwie zur  “Krönung der Schöpfung” erklärte. Solchen Erfindungen wie dem “Gottesbefehl zur Unterwerfung der Erde” liefe sie diametral zuwider.  

Logische Folgeschritte der Nachweisführung anhand der Salzwasserkrokodile müssten solche sein, die die Wirkungen der bisher unbeschriebenen Naturgesetze über das gesamte Ökosystem aufschlüsseln. Denn das Salzwasserkrokodil kann  eigentlich nur so etwas wie eine besonders hochgradige Zuspitzung des Zusammenhanges sein, wodurch die Wirkungen der Gesetzmäßigkeiten eben besonders klar erkennbar werden. Tatsächlich ließe sich das Schema bei anderen Top-Predatoren - wenn auch etwas aufwändiger - ebenfalls gut aufzeigen, also etwa bei den Haien, Tigern oder Adlern. Und schließlich findet es sich auch beim analytischen Blick auf alle Details des gesamten Ökosystems des Planeten Erde.

Vorm Strand aus dem Wasser schauendes Krokodil

Die Wirkungen auf das gesamte Leben und die Folgen der Nichterkennung und Nichtbeachtung

Wenn die hier nun gegenständlichen Gesetzmäßigkeiten die gesamte belebte Natur ordnen, ähnlich wie es die Gravitation mit der Materie tut, dann kann es im System der Zivilisation nichts wichtigeres geben, als das offensichtlich bisher verpasste Wissen darüber schnellstmöglich nachzuholen. Denn es ließe sich weiter folgern, dass bereits die gesamte Nahrungsgrundlage der Menschheit auf einem gegen diese Naturgesetze verlaufenden Prinzip beruht. Schon kurze Reflexionen unserer eigenen Wirkungen auf die faktisch lebenslang versklavten “Nutztiere” sowie auch auf die natürliche Umwelt lassen ebenfalls wieder das diametrale Gegenteil  zu den Wirkungen der Leistenkrokodile auf Beute und Ökosystem erkennen. Und da es unmöglich ist, natürliche Gesetzmäßigkeiten auszuhebeln oder zu überwinden, würden wir uns aktuell auf Grund deren Nichterkennens und der folglichen Nichtanpassung quasi mit rasender Geschwindigkeit auf eine Wand zubewegen. Der dortige Aufprall würde nicht nur das System der Zivilisation zerschellen lassen, sondern könnte sogar das gesamte höhere Leben auf diesem Planeten vernichten.

Die Mechanismen der gegenständlichen Naturgesetze sowie auch die psychologischen Hintergründe und Folgen deren Nichterkennens im System der Zivilisation werden nach der letzten der vier Nachweisführungen in einer theoretischen Reflexion aufgegriffen und tiefer beleuchtet. Eine noch weit ausführlichere Aufarbeitung des gesamten Themenkomplexes habe ich mit dem Sachbuch „Die verdrängten Gesetze der belebten Natur“ vorgelegt. Ebenfalls auf die Vermittlung des Gesamtzusammenhanges ausgerichtet und für den Laien wahrscheinlich noch besser verständlich ist mein Aufklärungsroman „Der Goldene Frühling“. Beide Bücher reflektieren zudem auch den Blickwinkel der freien Tiere in der Natur, welcher seit jeher mit großem Genuss und einem sehr weiten und intensiven Erlebnishorizont einhergeht. In Verbindung mit dem Wissen um die besagten Naturgesetze entsteht so schließlich ein stark erweitertes und äußerst positives Bild von der Natur und folglich der gesamten Welt.

Es sei hier aber empfohlen, sich jetzt zunächst nur auf die Untersuchung der vier  Annahmen zu konzentrieren und die Nachweisführungen aufmerksam zu lesen. Wer das Salzwasserkrokodil kennengelernt und dabei die Richtigkeit der vier Behauptungen erkannt hat, kommt schon dadurch in die Lage, auch den Gesamtzusammenhang zügig zu begreifen. Hier geht es nun also direkt zur ersten Nachweisführung:  

1. Das Leistenkrokodil ist in seinem Lebensraum der Übergangszone zwischen Land und Wasser sowohl hinsichtlich der physischen Stärke als auch der maximalen Größe der potenziellen Beuteorganismen die absolute Spitze der ökologischen Nahrungspyramide.

Kopf eines sehr großen Salzwasserkrokodils an der Meeresoberfläche

© Steffen Pichler

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