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DAS LEISTENKROKODIL ALS SPIEGEL DER NATURGESETZE

von Steffen Pichler

Auf dieser Webseite könnt ihr erfahren, wie sich durch die reale Beobachtung des größten Reptils der Erde, dem Leistenkrokodil (Crocodylus Porosus), auch Salzwasserkrokodil genannt, grundlegende ökologische Zusammenhänge erkennen lassen, die euch in den Schulen oder Hochschulen der Zivilisation nie erklärt wurden. Dabei ist dieses Wissen viel wichtiger als jede Mathematik und es vermag auch alles Wesentliche zu ersetzen, was sich Religionen oder Philosophien je ausgedacht haben. Und wenn ihr euch für Themen wie Umweltschutz, Tierschutz oder Klimawandel interessiert, dann werdet ihr hier wichtige Bausteine zur stabilen Untermauerung eurer eigenen Argumente finden.

Großes Leistenkrokodil schaut frontal in die Kamera.

Die gezeigten Fotografien und die praktischen Beobachtungen sind während insgesamt anderthalb Jahren des Aufenthaltes mit einem Seekajak an der menschenleeren Nordostküste Australiens nördlich von Cooktown entstanden. Die Bilder zeigen deshalb ausschließlich freie Salzwasserkrokodile direkt an der Küste. Sie befanden sich weder in Gefangenschaft noch waren sie durch Anfütterung manipuliert. Dies ist von großer Bedeutung. Denn erst wenn die riesigen Reptilen ihr gesamtes Wesen frei entfalten, verraten sie gewissermaßen ihre Geheimnisse. Die Fotos sind nicht hochauflösend, weil ich nur Platz für eine kleine Kompaktkamera hatte. Dafür aber kommen sie von dort her, wo sich kaum ein Mensch je hinbegibt. (s. Infos hier)

Sehr großes und sichtbar altes Salzwasserkrokodil an der Meeresoberfläche.

Das, um was es nun grundsätzlich gehen wird, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Salzwasserkrokodile sind zwar einerseits die stärksten und in evolutionärer Hinsicht erfolgreichsten Raubtiere ihres Lebensraumes. Sie befinden sich dort mit weitem Abstand an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide und töten in dieser Position zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung andere Tiere. Gleichzeitig aber ließe sich keine alternative Spitze dieser Nahrungspyramide finden oder auch nur erdenken, die die schwächeren Tiere ihrer Umwelt - einschließlich der Beute - weniger in deren freier Entfaltung stört oder sie sonstwie schädigt. Das Zusammentreffen der zwei so gegensätzlich erscheinenden Extreme beruht nicht auf Zufall, sondern auf einer evolutionären Anpassung an grundlegende natürliche Gesetzmäßigkeiten. Und beim tieferen Blick in die Mechanismen der ökologischen Gefüge wird ersichtlich, dass diese Naturgesetze sogar seit jeher das gesamte Leben auf dem Planeten Erde ordnen.

Golden schimmerndes Leistenkrokodil in leichter Brandung.

Den meisten Menschen wird die Behauptung wohl zunächst unsinnig erscheinen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass in ihren Köpfen ein von den Massenmedien und anderen sekundären Quellen geprägtes Bild vorherrscht, in dem das Krokodil auf sein riesiges Maul mit den großen Zähnen reduziert wird, sowie auf jene - in der Realität winzig kleinen - Anteile seiner Existenz, in der es eben um die Tötung der Nahrungsbeute geht. Die alltäglichen realen Effekte des Reptils auf seine gesamte belebte Umwelt hingegen werden fast nie reflektiert.

Vier konkrete Annahmen zur Nachweisführung der unbeschriebenen Naturgesetze

Um ein mit der Realität übereinstimmendes Bild der größten Reptilien des Planeten aufzubauen, stelle ich jetzt vier Annahmen in den Raum. Über die erkennbaren Links oder direkt über das Menü oben sind ausführliche Vertiefungen zu den jeweiligen Themenfeldern erreichbar.

Sehr wichtig ist es, beim Lesen eine ganz nüchterne und quasi mechanische Betrachtungsweise einzunehmen. Es geht hier nicht im Geringsten um irgendetwas Spirituelles oder Esoterisches, sondern um konkret beschreibbare Mechanismen der Natur, so wie man sie auch etwa von der Gravitation oder dem Elektromagnetismus kennt. Hier also die vier Annahmen:

1. Das Leistenkrokodil ist in seinem Lebensraum der Übergangszone zwischen Land und Wasser sowohl hinsichtlich der physischen Stärke als auch der maximalen Größe der potenziellen Beuteorganismen die absolute Spitze der ökologischen Nahrungspyramide. ( s. Nahrungspyramide)

2. Im Sinne der Lebensform halten das Leistenkrokodil und ähnliche Verwandte die Position an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide im Lebensraum des Überganges von Land und Wasser seit so langer Zeit, wie es keiner anderen Lebensform in annähernder Weise gelungen ist. (s. Evolution)

3. Es ließe sich keine Tierart an der Spitze der Nahrungspyramide am Übergang von Land und Wasser finden oder erdenken, die die relativ schwächeren Tiere ihres Lebensraumes weniger in deren freien Entfaltung stört oder sie sonstwie schädigt als das Leistenkrokodil. (s. Ökologische Harmonie)

4. Es ließe sich keine Tierart an dieser Spitze der Nahrungspyramide finden oder erdenken, die auch ihren potenziellen und ihren tatsächlich erlangten Beutetieren weniger Schaden zufügt und sie weniger in ihrer freien Entfaltung einschränkt als das Leistenkrokodil. (s. Jagdverhalten)

Durch die Bestätigung aller vier Annahmen würde eine Symbiose erkennbar, die sich auf das gesamte Ökosystem erstreckt

Die Richtigkeit der vier Annahmen würde also bedeuten, dass ausgerechnet die physisch stärkste und gleichzeitig beständigste Lebensform an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide die schwächeren Tiere ihres Lebensraumes so geringfügig wie nur irgend möglich in ihrer freien Entfaltung stört oder sonstwie schädigt. Die Nachweisführungen werden zeigen, dass sich dies auf vielerlei Merkmale der Anatomie und der Verhaltensmuster zurückführen lässt, welche sich in den evolutionären Prozessen herausgebildet haben.

Dabei geht es um extreme Anpassungen hin zur Ruhe und Unauffälligkeit bis hin zur nicht mehr steigerbaren Überraschung und Schnelligkeit der Erbeutungsprozesse, wodurch bei den Beutetieren das geringstmögliche, oft faktisch gar nicht mehr vorhandene Leid entsteht. Und schließlich wird sich das ganze Phänomen als eine von der absoluten Spitze der Nahrungspyramide im evolutionären Sinne “initiierte” Symbiose erweisen, deren Wechselwirkungen zum gegenseitigen Vorteil und Nutzen zwischen dem Salzwasserkrokodil und dem gesamten umgebenden Ökosystem verlaufen.

Es wird um eine Form der Symbiose gehen, deren Rahmen alles übertrifft, was diesbezüglich bisher in den ökologischen Wissenschaften beschrieben wurde. Die meisten Beschreibungen von Mutualismen bis zu obligatorischen Symbiosen handeln nur von spezifischen Wechselwirkungen zwischen jeweils zweien oder einigen wenigen Arten zum gegenseitigen Nutzen.

Im kollektiven Weltbild der Menschheit sitzt sogar die vermeintliche Gewissheit fest, dass die Natur einem Chaos gleicht, in dem jene Organismen am erfolgreichsten bestehen, die sich – sowohl auf den evolutionären als auch den bestehenden Ebenen – möglichst “rücksichtslos” durchsetzen. Mit dem Beweis der vier Annahmen wäre dies widerlegt und sogar das Gegenteil erkennbar.

Wie unfassbar groß - und zugegebener Maßen zunächst auch unglaublich - die Tragweite dieses Zusammenhanges tatsächlich ist, wird sich später unter anderem daran zeigen, dass die behaupteten Wirkungen der Salzwasserkrokodile auf die sie umgebenden Lebensformen im rein mechanischen Sinne deckungsgleich sind mit jenen, für deren Ursachen sich in unseren Sprachen Begriffe wie "Rücksichtnahme" oder "Respekt" gebildet haben – und die wir Menschen uns ja gerne als exklusive geistige Produkte andichten.

Die Nachweisführung liefe gängigen und zentralen Konzepten der Religionen diametral zuwider

Die Erkenntnis über einen solchen Rahmen aus unbeschriebenen natürlichen Gesetzmäßigkeiten würde eine neue Blickrichtung eröffnen, welche in solch tiefe Ebenen des Gefüges der Welt führt, wie sie kein Weltraumteleskop und keine der bisherigen naturwissenschaftlichen Disziplinen in diesem Sinne je erreicht haben. Auch würden viele der “ethischen” Anteile gängiger Philosophien oder auch religiöser und spiritueller Konzepte auf einem empirisch begründbaren Weg überholt. Es ergäbe sich also ein ganz neuer und erweiterbarer Ansatz des Wissens, welcher bis weit hinter die Grenzen der bisherigen Naturforschung führt. Und einer, der tatsächlich solche Bereiche berührt, die von vielen Menschen bisher wohl eher dem Begriff "Gott" zugeordnet würden. Dabei soll die letzte Aussage aber bitte nicht falsch verstanden werden.

Ein Leistenkrokodil am sonnigen, weitläufigen Strand.

Hier in dieser Dokumentation geht es, wie schon erwähnt, nur um beobachtbare und empirisch beschreibbare Zusammenhänge, die auf definierbaren Mechanismen beruhen, so wie es eben etwa bei der Gravitation oder auch dem Elektromagnetismus der Fall ist. Ob nun also das Leistenkrokodil zu so etwas wie einem empirischen “Gottesbeweis” taugen könnte, bliebe der Interpretation anderer überlassen. Anzumerken wäre aber, dass die Beweisführung die Falschheit solcher religiöser Konzepte gut aufzeigen würde, in denen sich der Mensch letztlich immer irgendwie zur “Krönung der Schöpfung” erklärte. Solchen Erfindungen wie dem “Gottesbefehl zur Unterwerfung der Erde” liefe sie diametral zuwider.

Logische Folgeschritte der Nachweisführung anhand der Salzwasserkrokodile müssten solche sein, die die Wirkungen der bisher unbeschriebenen Naturgesetze über das gesamte Ökosystem aufschlüsseln. Denn das Salzwasserkrokodil kann eigentlich nur so etwas wie eine besonders hochgradige Zuspitzung des Zusammenhanges sein, wodurch die Wirkungen der Gesetzmäßigkeiten eben besonders klar erkennbar werden. Tatsächlich ließe sich das Schema bei anderen Top-Predatoren - wenn auch etwas aufwändiger - ebenfalls gut aufzeigen, also etwa bei den Haien, Tigern oder Adlern. Und schließlich findet es sich auch beim analytischen Blick auf alle Details des gesamten Ökosystems des Planeten Erde.

Die Wirkungen auf das gesamte Leben und die Folgen der Nichterkennung und Nichtbeachtung

Wenn die hier nun gegenständlichen Gesetzmäßigkeiten die belebten Ebenen der Natur ordnen, ähnlich wie es die Gravitation mit der Materie tut, dann kann es im System der Zivilisation nichts wichtigeres geben, als das offensichtlich bisher verpasste Wissen darüber schnellstmöglich nachzuholen. Denn es ließe sich weiter folgern, dass bereits die gesamte Nahrungsgrundlage der Menschheit auf einem gegen diese Naturgesetze verlaufenden Prinzip beruht.

Mehrere Hühner, die in einem engen Käfig zusammengedrängt sind. Auf der Haut sind kaum noch Federn.

Schon kurze Reflexionen unserer eigenen Wirkungen auf die über ihre gesamte Lebensspanne versklavten “Nutztiere” sowie auch auf die natürliche Umwelt lassen ebenfalls wieder das diametrale Gegenteil zu den Wirkungen der Leistenkrokodile auf Beute und Ökosystem erkennen. Während die spätere Beute der Krokodile bis zu dem zufälligen sowie meist völlig überraschenden und sekundenschnellen Sterben ihre uneingeschränkte Freiheit genießt, müssen die "Nutztiere" des Menschen über ihre gesamte Lebensspanne in einer künstlichen Hölle absoluter Unfreiheit und ebensolchen Elends auf ihre vorausgeplante und chancenlose Tötung warten. Es ist hart, sich dies realistisch einzugestehen, aber während der Mensch ausgerechnet das große Krokodil oft als “Monster” bezeichnet, ist er - im Sinne seiner Zivilisation - selbst zu einem faktischen Monster von extremst möglicher Grausamkeit, Brutalität und Zerstörung geworden.

Fragen zur individuellen Verantwortung und Schuld, die der einzelne Mensch damit auf sich nimmt, werden hier nicht behandelt. Es gibt aber eine mechanische Wirkung im ganz großen globalen Rahmen des Geschehens, die später nochmal Erwähnung findet. Da es nämlich unmöglich ist, natürliche Gesetzmäßigkeiten auszuhebeln oder zu überwinden, bewegen wir als Zivilisation uns aktuell besonders durch die sogenannte Intensivlandwirtschaft quasi mit rasender Geschwindigkeit auf eine Wand zu. Der dortige Aufprall würde nicht nur sehr bald das System der Zivilisation zerschellen lassen, sondern könnte sogar das gesamte höhere Leben auf diesem Planeten vernichten. Falls es jetzt noch Chancen gibt dies zu verhindern, dann kann der erste Schritt nur darin bestehen, eine sofortige geistige Aufklärung über den skizzierten Zusammenhang herbeizuführen. Und das Leistenkrokodil lässt sich hierbei zum Einstieg verwenden.

Die Mechanismen der gegenständlichen Naturgesetze sowie auch die psychologischen Hintergründe und Folgen deren Nichterkennens im System der Zivilisation werden nach der letzten der vier Nachweisführungen in einer Schlussfolgerung aufgegriffen und tiefer beleuchtet. Eine noch weit ausführlichere Aufarbeitung des gesamten Themenkomplexes habe ich mit dem Sachbuch „Die verdrängten Gesetze der belebten Natur“ vorgelegt. Ebenfalls auf die Vermittlung des Gesamtzusammenhanges ausgerichtet und für den Laien wahrscheinlich noch besser verständlich ist mein Aufklärungsroman „Der Goldene Frühling“ (Kostenfreier Download als Epub: www.der-goldene-fruehling.de ). Beide Bücher reflektieren zudem auch den Blickwinkel der freien Tiere in der Natur, welcher seit Hunderten Millionen Jahren mit großem Genuss und einem sehr weiten und intensiven Erlebnishorizont einhergeht. In Verbindung mit dem Wissen um die besagten Naturgesetze entsteht so schließlich ein stark erweitertes und äußerst positives Bild von der Natur und folglich der gesamten Welt.

Es sei hier aber empfohlen, sich jetzt zunächst nur auf die Untersuchung der vier Annahmen zu konzentrieren und die Nachweisführungen aufmerksam zu lesen. Wer das Salzwasserkrokodil kennengelernt hat, wird es leichter haben, auch den Gesamtzusammenhang zügig und solide zu begreifen. Hier geht es nun also direkt zur ersten Nachweisführung:

1. Das Leistenkrokodil ist in seinem Lebensraum der Übergangszone zwischen Land und Wasser sowohl hinsichtlich der physischen Stärke als auch der maximalen Größe der potenziellen Beuteorganismen die absolute Spitze der ökologischen Nahrungspyramide.