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DAS LEISTENKROKODIL ALS SPIEGEL DER NATURGESETZE

von Steffen Pichler

Folgend werden auf der Grundlage realer Beobachtungen des größten Reptils der Erde natürliche Zusammenhänge erklärt, die so noch nie beschrieben wurden. Bei dem Reptil handelt es sich um das Leistenkrokodil (Crocodylus Porosus), auch Salzwasserkrokodil genannt. Dieses gilt nicht nur als das größte und stärkste Reptil, sondern wird oft auch als das aggressivste und gefährlichste bezeichnet. Aber wenn man ihm quasi auf Augenhöhe begegnet und es dort beobachtet, wo es sich ungestört entfalten kann, dann lässt sich erkennen, dass die tatsächlichen Wirkungen dieses Tieres auf die freie Entfaltung der schwächeren Lebewesen so wenig störend sind, dass sich dies als - immer vorhandene - Spitze der biologischen Nahrungspyramide nicht mehr reduzieren ließe.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 800px-Pig-breeding-factory.jpg

Die Reflexion der hier gezeigten Zusammenhänge macht im Umkehrschluss auch sichtbar, dass die Wirkung der heutigen Menschen das gegenteilige Ende des entsprechenden Spektrums darstellt: Denn während die Beute des Krokodils bis zum meist sekundenschnellen und überraschenden Sterben ein Leben in uneingeschränkter Freiheit führt, wendet der heutige Mensch die lebenslange Versklavung der schwächeren Lebensformen einschließlich erzwungener Fortpflanzung an. Somit erscheint ausgerechnet das in Massenmedien oft als "Monster" diffamierte Krokodil als ein Spiegel sehr positiver Naturgesetze, an die es sich - wie später ausführlich nachgewiesen wird - über die Jahrmillionen seiner Evolutionsgeschichte angepasst hat. Und der heutige Mensch erscheint dort - bei sachlicher und ehrlicher Betrachtungsweise - als ein wirkliches Monster, dessen Widernatürlichkeit und Grausamkeit alles in den Schatten stellt, was je auf diesem Planeten geschehen ist.

Großes Leistenkrokodil schaut frontal in die Kamera.

Die gezeigten Fotografien und die praktischen Beobachtungen sind während insgesamt anderthalb Jahren des Aufenthaltes mit einem Seekajak an der menschenleeren Nordostküste Australiens nördlich von Cooktown entstanden. Die Bilder zeigen deshalb ausschließlich freie Salzwasserkrokodile direkt an der Küste (Es gibt nirgends mehr Fotografien großer Salzwasserkrokodile direkt im oder am Meer als auf dieser Webseite). Sie befanden sich also weder in Gefangenschaft noch waren sie durch Anfütterung manipuliert. Dies ist von zentraler Bedeutung. Denn tatsächlich ist es so, dass die riesigen Reptilen gewissermaßen erst dann ihre Geheimnisse verraten, wenn sie selbst ihr gesamtes Wesen frei entfalten können. Die Fotos sind nicht hochauflösend, weil ich nur Platz für eine kleine Kompaktkamera hatte. Dafür aber kommen sie von dort her, wo keinerlei Straßen und Häuser existieren und sich kaum ein Mensch je hinbegibt . (s. weitere Infos hier)

Sehr großes und sichtbar altes Salzwasserkrokodil an der Meeresoberfläche.

Das, um was es nun grundsätzlich gehen wird, lässt sich also nun noch einmal wie folgt zusammenfassen: Die Salzwasserkrokodile sind zwar einerseits die stärksten und in evolutionärer Hinsicht erfolgreichsten Raubtiere ihres Lebensraumes. Sie befinden sich dort mit weitem Abstand an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide und töten in dieser Position zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung zwangsläufig andere Tiere. Gleichzeitig aber ließe sich keine alternative Spitze dieser Nahrungspyramide finden oder auch nur erdenken, die die schwächeren Tiere ihrer Umwelt - einschließlich der Beute - weniger in deren freier Entfaltung stört oder sie sonstwie schädigt. Das Zusammentreffen der so gegensätzlich erscheinenden Extreme beruht nicht auf Zufall, sondern auf einer evolutionären Anpassung an grundlegende natürliche Gesetzmäßigkeiten. Und beim tieferen Blick in die Mechanismen der ökologischen Gefüge wird ersichtlich, dass diese Naturgesetze sogar seit jeher das gesamte Leben auf dem Planeten Erde ordnen.

Golden schimmerndes Leistenkrokodil in leichter Brandung.

Vier absolute Extreme der Leistenkrokodile zur Nachweisführung der unbeschriebenen Naturgesetze

Um die hier gegenständlichen Gesetzmäßigkeiten nachzuweisen, stelle ich jetzt vier konkrete Annahmen in den Raum. Über die erkennbaren Links oder direkt über das Menü oben sind ausführliche Vertiefungen zu den jeweiligen Themenfeldern erreichbar.

Sehr wichtig ist es, beim Lesen eine ganz nüchterne und quasi mechanische Betrachtungsweise einzunehmen. Es geht nicht im Geringsten um irgendetwas Spirituelles oder Esoterisches, sondern um konkret beschreibbare Mechanismen der Natur, so wie man sie auch etwa von der Gravitation oder dem Elektromagnetismus kennt. Hier also die vier Annahmen zu den absoluten Extremen der Leistenkrokodile:

1. Das Leistenkrokodil ist in seinem Lebensraum der Übergangszone zwischen Land und Wasser sowohl hinsichtlich der physischen Stärke als auch der maximalen Größe der potenziellen Beuteorganismen die absolute Spitze der ökologischen Nahrungspyramide. ( s. Nahrungspyramide)

2. Im Sinne der Lebensform halten das Leistenkrokodil und ähnliche Verwandte die Position an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide im Lebensraum des Überganges von Land und Wasser seit so langer Zeit, wie es keiner anderen Lebensform in annähernder Weise gelungen ist. (s. Evolution)

3. Es ließe sich keine Tierart an der Spitze der Nahrungspyramide am Übergang von Land und Wasser finden oder erdenken, die die relativ schwächeren Tiere ihres Lebensraumes weniger in deren freien Entfaltung stört oder sie sonstwie schädigt als das Leistenkrokodil. (s. Ökologische Harmonie)

4. Es ließe sich keine Tierart an dieser Spitze der Nahrungspyramide finden oder erdenken, die auch ihren potenziellen und ihren tatsächlich erlangten Beutetieren weniger Schaden zufügt und sie weniger in ihrer freien Entfaltung einschränkt als das Leistenkrokodil. (s. Jagdverhalten)

Durch die Bestätigung aller vier Annahmen würde eine Symbiose erkennbar, die sich auf das gesamte Ökosystem erstreckt

Die Richtigkeit der vier Annahmen würde also bedeuten, dass ausgerechnet die physisch stärkste und gleichzeitig beständigste Lebensform an der absoluten Spitze der Nahrungspyramide die schwächeren Tiere ihres Lebensraumes so geringfügig wie nur irgend möglich in ihrer freien Entfaltung stört oder sonstwie schädigt. Die Nachweisführungen werden zeigen, dass sich dies auf vielerlei Merkmale der Anatomie und der Verhaltensmuster zurückführen lässt, welche sich in den evolutionären Prozessen herausgebildet haben.

Dabei geht es um extreme Anpassungen hin zur Ruhe und Unauffälligkeit bis hin zur nicht mehr steigerbaren Überraschung und Schnelligkeit der Erbeutungsprozesse, wodurch bei den Beutetieren das geringstmögliche, oft faktisch gar nicht mehr vorhandene Leid entsteht. Und schließlich wird sich das ganze Phänomen als eine von der absoluten Spitze der Nahrungspyramide im evolutionären Sinne “initiierte” Symbiose erweisen, deren Wechselwirkungen zum gegenseitigen Vorteil und Nutzen zwischen dem Salzwasserkrokodil und dem gesamten umgebenden Ökosystem verlaufen.

Es wird um eine Form der Symbiose gehen, deren Rahmen alles übertrifft, was diesbezüglich bisher in den ökologischen Wissenschaften beschrieben wurde. Die meisten Beschreibungen von Mutualismen bis zu obligatorischen Symbiosen handeln nur von spezifischen Wechselwirkungen zwischen jeweils zweien oder einigen wenigen Arten zum gegenseitigen Nutzen.

Ein Leistenkrokodil am sonnigen, weitläufigen Strand.

Im kollektiven Weltbild der Menschheit sitzt sogar die vermeintliche Gewissheit fest, dass die Natur einem Chaos gleicht, in dem jene Organismen am erfolgreichsten bestehen, die sich – sowohl auf den evolutionären als auch den bestehenden Ebenen – möglichst “rücksichtslos” durchsetzen. Mit dem Beweis der vier Annahmen wäre dies widerlegt und sogar das Gegenteil erkennbar.

Logische Folgeschritte der Nachweisführung anhand der Salzwasserkrokodile müssten solche sein, die die Wirkungen der bisher unbeschriebenen Naturgesetze über das gesamte Ökosystem aufschlüsseln. Denn das Salzwasserkrokodil kann eigentlich nur so etwas wie eine besonders hochgradige Zuspitzung des Zusammenhanges sein, wodurch die Wirkungen der Gesetzmäßigkeiten eben besonders klar erkennbar werden.

Tatsächlich ließe sich das anhand der Salzwasserkrokodile erkennbare Schema bei anderen Top-Prädatoren - wenn auch etwas aufwändiger - ebenfalls gut aufzeigen, also etwa bei den Haien, Tigern oder Adlern. Nur ein einziger Top-Prädator hat sich nicht an jene Gesetzmäßigkeiten angepasst, die anhand der großen Krokodile so klar erkennbar werden: Der heutige Mensch. Anstatt sich so auszurichten, dass die anderen Lebewesen möglichst wenig beeinträchtigt werden, ist das System der Zivilisation in die gegenteilige Richtung gerückt, was auf Grund der Unüberwindbarkeit jeglicher natürlicher Gesetzmäßigkeiten sogleich in die Richtung einer schnellen Selbstvernichtung wirkt.

Hier geht es nun zum ersten Teil der Nachweisführung anhand der Salzwasserkrokodile:

1. Das Leistenkrokodil ist in seinem Lebensraum der Übergangszone zwischen Land und Wasser sowohl hinsichtlich der physischen Stärke als auch der maximalen Größe der potenziellen Beuteorganismen die absolute Spitze der ökologischen Nahrungspyramide.